Sonntag, Juli 30, 2006

Harry und Jack

Heute habe ich mir London einmal von einer anderen Seite angeschaut: Unter professioneller Führung, mit dem guten alten Stadtrundgang unter dem modernen Begriff "London Walks". An jedem Tag der Woche kann man hier zwischen einer Vielzahl an geführten Touren durch die verschiedenen Londoner Stadtteile teilnehmen. Ich habe mich heute morgen für die "Famous Square Mile" entschieden, die "City of London", den Ursprung und der Keimzelle des heutigen Londons.

Um halb elf traf ich mich also mit 15 Gleichgesinnten an einer Londoner Tube-Station und zog mit einem etwas älteren Ur-Londoner durch von den Wochenend-Touris sonst nicht wahrgenommene Teile der Stadt - und da gibt es wirklich einiges zu entdecken. Nach einer schmalen Gasse standen wir zum Beispiel vor einer alten Kirche. Als wir "hineingingen", stellte sich diese als Park heraus: Das Dach war beim großen Londoner Feuer eingestürzt, danach hatte man im Innenraum der Kirche Bäume und Sträucher gepflanzt. Die gruppieren sich nun um einen kleinen Brunnen in der Mitte der Ruine. Ich glaube da hätte ich alleine nie hingefunden. Ein Stückchen weiter standen wir in einem alten, viktorianischen "Einkaufszentrum". Im ersten Harr Potter Film hatte es einen Auftritt als Winkelgasse - dem Ort, an dem Harry seine Eule, seinen Zauberstab und seinen Kessel kauft. So ging es dann weiter durch andere interessante und versteckte Teile der Innenstadt.

Schade war eigentlich nur, daß es in London keine wirkliche "Altstadt" zu geben scheint. Es gibt zwar viele historische Gebäude, sehr alte Häuser und kleine Gassen, aber immer nur Stückchenweise und etwas zerstreut. Das mag zum einem am Bauboom der letzten Jahrzehnte liegen, zum anderen aber auch an der umfangreichen Bombardierung Londons durch die Deutschen im zweiten Weltkrieg. Und natürlich am "großen Feuer": Wie so ziemlich jede Großstadt, hat London auch eine herausragende Naturkatastrophe, die in jedem dritten Satz eines Stadtführers vorkommt. So wie in Lissabonn immer vom "großen Erdbeben von 1755" die Rede ist, heißt es in London "Und hier stand bis zum großen Feuer von 1666"...

Nach dem Formel1-Rennen im Sportscafe (endlich jubelten mal nicht die Briten ;-) wollte ich gegen abend eigentlich nochmal ins Globe Theate, aber das war leider ausverkauft. Also entschied ich mich für einen zweiten "London Walk", der im Gegensatz zur kleinen Gruppe vom Morgen schon eher die Massen der Touristen anlockte. Die "Jack the Ripper" Tour. Am Sonntagabend wird die dann auch noch von Donald Rumbelow (nicht Dumbledore) geführt. Das ist quasi DER britischen Ripper-Experte/Autor - und das äußerte sich natürlich in der Nachfrage. Deutlich über 100 Menschen standen um halb Acht in der Nähe des Towers. Zum Glück hatte der Führer noch eine zweite Führerin zur Aufteilung der Gruppe mitgebracht, aber das nette "wir laufen in einer kleinen Guruppe durch die Stadt"-Gefühl vom Morgen stellte sich so irgendwie nicht ein. Lustiges Detail am Rande war hier eine improvisierte "Ripper-Mord-im-Fenster-Vorstellung" hinter dem Rücken des Führers. Die Anwohner wollten wohl auch ihren Spaß haben - wenn schon jeden abend so eine Meute vor dem Haus vorbeiläuft ;-)

Vom finanziellen Aspekt her ist die Ripper-Tour aber auf jeden Fall interessant: Hundert mal sechs Pfund, geteilt durch 2, mal 1.5... macht €450 für knappe zwei Stunden - das möchte ich in der Zeit auch mal verdienen.

Freitag, Juli 28, 2006

Verkehrter Verkehr

Eigentlich ist die Sache doch ganz einfach. Die Briten fahren links. Demonstrativ, schon immer und für alle Rechtsfahrer gilt: "You are not driving on the right side of the road, you are driving on the wrong side of the road". Wenn man sich mit dieser merkwürdigen Sitte aber mal näher auseinander setzen muß, treten doch ungeahnte Probleme auf. Es ist nicht nur einfach so, daß die Autos links fahren. Alles, was mit dem Verkehr zusammenhängt muß auch links denken.

Als ich zum ersten Mal mit dem Bus vom Guesthouse in die Innenstadt fahren wollte, stellte ich mich an die Straße und wartete 10 Minuten. Beim Eintreffen des Busses bemerkte ich, dass er in die falsche Richtung fuhr. Klar, ich hatte mich an die in Deutschland übliche Seite der Straße gestellt und nicht links gedacht. Also husch rüber auf die andere Straßenseite und nochmal 10 Minuten warten. Beim Umzug vom Guesthouse in meine Wohnung schaute mich der Taxifahrer etwas überrascht an, als ich auf der Fahrerseite seines Autos einsteigen wollte. Argh, schon wieder nicht links gedacht.

Zum Glück denkt die Stadtverwaltung von London an die europäischen, nicht-linken Touristen und hat am Flughafen und an wichtigen Orten in der Stadt eindeutige Hinweise auf die Fußgänger-Straßenquerungen gemalt: "Look right". Wenn man die ersten 24 Jahre seines Lebens beim Überqueren einer Straße immer zuerst nach links geschaut hat, ist das auch wirklich ein guter Tipp. Gefährlicherweise zu ganzen Dilemma kommt noch eine typisch britische Angewohnheit hinzu: Fußgängerampeln werden aus Prinzip nicht bei grün überquert, sondern dann, wenn gerade kein Auto kommt (oder eine entsprechend große Meute gemeinsam geht und die Autos zum Bremsen bewegt). Nach ein paar Wochen übernimmt man das natürlich, und wenn man dann in die falsche Richtung schaut, ist es natürlich fatal. Drei mal wäre ich deswegen beinahe schon vor ein Auto gelaufen. Einmal wollte ich einem Hindernis auf dem Gehweg ausweichen und trat kurz auf die Straße, von vorne sah ich ja kein Auto kommen. Dummerweise kam von hinten ein Bus ("LINKS denken!!!") und hätte mich beinahe erwischt.

Im Fußgängerbereich ist man sich hier scheinbar etwas unsicher was den Linksverkehr angeht. Mögen in den manchmal engen Tunnel der Tube auch Schilder mit "Keep left" (links halten) hängen, so laufen die Rolltreppen in den meisten U-Bahn-Stationen doch im Rechtsverkehr. Nach einem "Keep left"-Gang rennt man sich vor der nächsten Rolltreppe beim Seitenwechsel also regelmäßig über den Haufen.

Mittlerweile bin ich vom links-denken schon so verwirrt, daß ich zu Sicherheit lieber in beide Richtungen schaue. Hoffentlich werde ich zu Hause je wieder zu meiner normalen Sichtweise der Dinge zurückkehren können. Aber nein, die nächste Linksfahrer-Nation wartet ja schon: In Australien wird als Erbe der britischen Kultur natürlich auch links gefahren. Im September werden Eva und ich dann versuchen, dort mit einem Mietwagen aktiv am Straßenverkehr teilzunehmen und links zu denken. Das kann ja heiter werden.

Neben England und Australien haben weltweit übrigens 56 weitere Länder Linksverkehr. Darunter Japan, Indien und Südafrika. Und es schaut schlecht aus, die meisten Versuche zur Bekehrung sind bislang fehlgeschlagen. So besetzten die Argentinier 1982 die britischen Falklandinseln und führten dort den Rechtsverkehr ein - und wurden zwei Monate später von den linksfahrenden Briten wieder vertrieben.

Sonntag, Juli 23, 2006

Greenwich und Docklands

Eigentlich sollte es nur eine Reise zum Nullpunkt der Weltkarte werden, aber nachdem ich endlich in Greenwich angekommen war, hatte ich das Gefühl eine kleine Weltreise hinter mich gebracht zu haben. Von den sonst üblichen vier Zügen pro Stunde in Richtung Paddington war heute nichts zu sehen. Der einzige fahrende Zug hatte eine satte Verspätung von 45 Minuten. - Es ist doch immer wieder gut, ein Buch dabei zu haben :-) In Paddington angekommen, fuhr ich mit der Tube einmal von West nach Ost durch ganz London und stieg in der Nähe des Towers in den fahrerlosen, vollautomatischen Docklands-Light-Railway. Nach etwa 2,5 Stunden Anreise war ich dann endlich beim "Royal Observatory Greenwich".

...und das ist keine gewöhnliche Sternwarte: Seit 1851 verläuft der Nullmeridian, also der nullte Längengrad, direkt durch das Fadenkreuz des Teleskops der königlichen Sternwarte. Vor dem Haus befindet sich eine Nulllinie, die Touristen aus aller Welt zum Fotografieren einlädt. Desweiteren ist Greenwich die Heimat der ersten Weltzeitmessung, der "Greenwich Mean Time". Seit fast 200 Jahren fällt deswegen jeden Mittag pünktlich um 13 Uhr ein roter Ball von der Spitze des Turmes. - Nach dem können die Seeleute auf der Themse dann ihre Uhren stellen. Einen kleinen Schock gab es erstmal beim Eintrittspreis: Es gab keinen. - Der Eintritt war frei. Für Londonder Verhältnisse sehr untypisch ;-) Also habe ich mir erstmal das ehemalige Haus des königlichen Astronomen und eine ziemlich gut gemachte Ausstellung über die Zeitmessung vom Mittelalter bis zur Moderne und die damit zusammenhängende Positionsbestimmung auf See angeschaut.

Nach der Besichtigung eines alten Tee-Seeglers im Hafen bin ich dann weiter nach Canary Wharf, dem Zentrum der Docklands. Nach ihrer Aufgabe in den 60ern, lagen die Hafenanlagen dort sehr lange brach und wurden dann erst gegen Ende der 80er wieder besiedelt. Heute findet sich hier eines der schicksten Büroviertel Londons. Vom Reuters bis Morgan Stanley ist hier alles von Rang und Namen vertreten. Wenn man von der supermodernen U-Bahn-Station oder der auf Stelzen verlaufenden DLR-Bahn aus den Park zwischen den Hochhäusern betritt, kommt man auf dem Staunen erstmal nicht mehr heraus: Die höchsten Geäude Londons, mit verspiegelten Fenstern und frisch asphaltierten Anfahrten, liegen um einen Park aus Nadelbäumen. Der Weg neben dem Bach des Parks führt zu einem unteridischen Einkaufszentrum, dass sich unter dem ganzen Gebiet erstreckt. Mein erster Gedanke bei diesem surrealen Anblick: Irgendwie erinnert mich das an die Expo ;-)


P.S.: Im Fotoalbum gibt es Fotos von Greenwich und den Docklands.

Sonntag, Juli 16, 2006

Portobello Road Market

Erstaunlicherweise hält das gute Wetter an, heute waren es schon wieder deutlich über 30° bei blauem Himmel. Eine perfekte Gelegenheit also, um sich einmal London rund um Notting Hill genauer anzuschauen.

Morgens bin ich erstmal auf den Portobello Road Market. Hier gibt es links und rechts einer kleinen Straße viele bunte Antiquitäten-Geschäfte. Das Angebot reicht von Porzellan und fragwürdigen Dekoartikeln, über antike Landkarten bis hin zu gebrauchter Kriegsausrüstung. Draußen auf der Straße gibt es die günstigen Dinge ("Was, dieser hübsche Blechnachttopf kostet nur 3 Pfund?"), weiter hinten in den Läden kaufen die Kenner zu deutlich höheren Preisen. Etwas weiter die Straße herunter schließen sich dann zig weitere Märkte nahtlos an: Hier gibt es alte CDs und Schallplatten, einen Gemüsemarkt und zwischendurch immer mal wieder exotische Verpflegung - wie zum Beispiel "German Food" oder "Falafel King".

Nach einer kurzen Stärkung - nein, nicht mit Schnitzel, sondern mit Falafel, bin ich dann weiter zum Holland Park. Bis zum letzten Jahrhundert stand dort ein mittlerweile abgerissenes Adelshaus. Der Park rundherum blieb aber erhalten und so hat London eine Erholungsmöglichkeit mehr. Im Gegensatz zum Hyde Park gibt es weniger große Rasenflächen, dafür mehr Bepflanzung wie zum Beispiel einen japanischen Garten und den heute wirklich erfreulichen Schatten.

Im nahgelegenen Kensigton Park habe ich mir dann den "Lady Di Memorial Playground" angeschaut. Ich hatte einen kleinen Sandkasten erwartet und war wirklich überrascht. - Das ganze entpuppte sich als Abenteuerspielplatz mit allen Raffinessen: In einem Dschungel aus verschiedensten Pflanzen gibt es Indianer-Tipis, Spielgeräte aller Art und ein riesiges Piratenschiff aus Holz. Aufgrund einer Altersbeschränkung konnte ich das leider nicht ausnutzen, sondern beschränkte mich auf ein paar Fotos und hoffte, von den anwesenden Eltern nicht als pädophil eingestuft zu werden ;-)

Bis zum Sonnenuntergang habe ich das tolle Wetter dann auf die typisch britische Art genossen: Mit etwas zu lesen, zu trinken und einer Tüte Chips auf einer der vielen Wiesen im Kensington Park.

P.S.: Mehr Fotos wie immer im Fotoalbum.

Sonntag, Juli 09, 2006

Abbey Road

In meinem Reiseführer stand er nicht drin, aber nach einigen Recherchen im Internet und einigem Herumgeirre durch die Straßen Londons habe ich ihn trotzdem gefunden, den berühmtesten Zebrastreifen Londons. In den Abbey Road Studios haben die Beatles 1969 ihr letztes Album aufgenommen und auf dem Zebrastreifen vor dem Studio das entsprechende Coverbild knipsen lassen. Ziemlich symbolträchtig, denn die Beatles gehen auf dem Foto vom Aufnahmestudio weg und haben danach nie wieder gemeinsam eines betreten.

Heute findet man hier dutzende Touris und Beatles-Fans, die unter einem entsprechenden Hupkonzert der mittlerweile recht genervten Autofahrer den Zebrastreifen blockieren, um ihre ganze persönliche Überquerung des Zebreastreifen festzuhalten. Danach ist dann eine Verewigung auf der Mauer vor den Abbey Roads Studios Pflicht.

P.S.: Mehr Abbey Road Fotos gibt es im Fotoalbum.

Samstag, Juli 08, 2006

Goodwood Festival of Speed

"Irgendwas habe ich davon schon einmal gehört" dachte ich mir, als mich ein Kollege am Donnerstag fragte, ob ich nicht mit zum "Goodwood Festival of Speed" fahren wolle. Die Aussicht auf schnelle Autos und ein Picknick überzeugte mich dann schnell, und so saß ich am Samstagmorgen zusammen mit Nils, Jamie und seiner Freundin im Auto auf dem Weg nach Goodwood.

Das Festival wird weit draußen auf dem Land von einem adeligen Briten veranstaltet, der scheinbar zu viel Zeit und auch zu viel Geld hat. Wohl aus diesen Gründen hat er sich auf seinem riesigen Anwesen eine eigene Pferderennbahn und eine Rennstrecke gebaut, zudem veranstaltet er einmal im Jahr ein inzwischen recht bekanntes Renn-Event. Hauptattraktion der Veranstaltung ist der "Hill-Climb" (Karte), eine 1.16 Meilen lange Bergstrecke, auf der Autos aller Art um den Streckenrekord kämpfen. Und wenn ich sage "aller Art", dann meine ich das auch so: Angefangen bei Klassikern vom Anfang des 20. Jahrhunderts und alten Silberpfeilen, bis hin zu Gruppe-C-Autos und modernen Formel1-Boliden ist hier alles vertreten, was vier Räder hat. Die gleiche Aufstellung fand sich auch unter den Fahrern: Neben Routiniers wie Mika Hakkinen und Newcomern wie Nico Rosberg und Mark Webber, gab sich auch die alte Rennfahrer-Riege, angefangen bei Jochen Mass und Jackie Stewart, über Jacky Ickx bis hin zu Stirling Moss und Jack Brabham die Ehre.

Am Rande der Strecke kamen wir dann ganz nah an die Autos heran: Den aktuellen LeMans-Sieger von 2006 konnte man ebenso bewundern wie alte und neue BMWs, Audis und "Porsches". Nebenbei musste man noch aufpassen, nicht von gerade von der Strecke zurückkehrenden Formel1-Ferraris oder -RedBulls über den Haufen gefahren zu werden. Der liebliche Geruch von verbranntem Gummi und Benzin inklusive :-)

Später setzten wir uns dann mit einem vom professionellen Picknicker Jamie zusammengestellten Korb auf die Picknickwiese und schauten uns den "Hill-Climb" auf der großen Leinwand an. - Mit dem Sound der Autos live von der Strecke. Entspannter kann man seinen Samstag gar nicht verbringen.

P.S.: Mehr Goodwood-Fotos gibt es im Fotoalbum.

Ein paar kleine Videos vom Tage:

Mittwoch, Juli 05, 2006

30 Grad Wolkenlos

Der Aufenthalt in einem anderen Land sorgt doch immer wieder dafür, daß man die Vorteile der Heimat zu schätzen lernt. Ein britischer Kollege erzählte mir von einem Monat vom englischen Sommer, der irgendwann ganz plötzlich für zwei Wochen auftaucht, tolles Wetter mit sich bringt und dann so schnell wieder verschwindet, wie er gekommen ist. In den letzten zwei Wochen vor meinem Urlaub in der Heimat hatte ich genau diese zwei Wochen tolles Wetter in England, es wurde also wirklich Zeit sich auf die Socken zu machen und dem nun drohenden Regen zu entkommen. Ein weiser Entschluß wie ich nun sagen kann, denn so ein Urlaub in Deutschland ist wirklich nur zu empfehlen.

Bei meiner Ankunft Ende Juni wurde ich mit einem Bomben-Wetter empfangen. Zu Hause angekommen hieß es schnell umziehen und zu Evas Examensfeier, dann noch nett was Essen und ab nach Hause. Freundlicherweise hatten meine Eltern entschieden, das gute Wetter auch für sich zu nutzen und waren über das Wochenende in die Eifel gefahren, sturmfreie Bude also. Am Samstagmorgen konnte ich dann mit Eva auf der Terasse frühstücken und habe den frühen Nachmittag zum lernen genutzt. - Aber eigentlich mehr mit scharrenden Füssen auf den frühen Abend gewartet: Um fünf stand ich auf der Schalker Kampfbahn in Gelsenkirchen und konnte zusammen mit 22.000 anderen Menschen das Spiel Deutschland-Schweden erleben. Abends ging es dann zu "Schermbeck genießen", einem Gourmetfestival vor dem Schermbecker Rathaus. Hier bieten die besten Restaurant aus der Gegend einmal im Jahr Kostproben ihrer Kochkunst an, und das auch noch zu erschwinglichen Preisen. Als ich dann am Sonntag bei 30° zusammen mit Eva am Wagnerschen Pool lag und auf der Luftmatratze mit einem Fuss im Wasser in der Sonne döste, war England irgendwie schon wieder ganz weit weg.

Nach anderthalb Tagen lernen und Klausur schreiben gabs dann einen Grillabend um die neue Wohnung meines Bruders einzuweihen. In den weiteren Zeit relaxten wir dann an Evas Pool oder auch mal in der Gruga in Essen. Unglaublicherweise hielt sich das gute Wetter sogar bis zur Gartenparty am Samstag. - Eine Gartenparty, bei der man aufgrund tollen Wetters auch wirklich draußen feiern kann, hatten wir bisher noch nie hinbekommen ;-)

Jetzt sitze ich hier am Flughafen in Düsseldorf, bin schon eingecheckt und warte auf meinen Flug zurück nach Slough. Pünktlich zu meinem Abflug hat das gute Wetter scheinbar ein Ende genommen und verhindert die Landung der Maschine nach Heathrow. Im Moment ist eine Stunde Wartezeit angezeigt, bin ja mal gespannt wie lange das noch dauert. Wenn die Verspätung sich an der Pünktlichkeit der englischen Busse und Bahnen orientiert, kann das allerdings noch ein wenig dauern...