Indien in Slough
Die warmen Würstchen zum englischen Frühstück habe ich heute morgen erstmal dankend abgelehnt - man sollte sich ja auch nicht zu schnell in fremde Kulturen vertiefen. Danach bin ich los zur ersten WG-Wohnungsbesichtigung des Tages, ein voller Erfolg. Das Haus liegt in einem netten Neubaugebiet. Es gibt eine gemeinsame Küche im Erdgeschoss, danach folgen zwei Etagen mit Zimmern und oben ein etwas größeres Zimmer mit eigenem Bad. In den geforderten 580 Pfund pro Monat sind alle Nebenkosten inklusive, sogar die Nutzung des WLAN und landesweite Telefonkosten. Zudem ist das vorhandene Bett ein Doppelbett, also bestens für den Besuch von Eva in einem Monat geeignet. Nur meine potentiellen Mitbewohner habe ich leider nicht gesehen, die waren alle noch auf derArbeit. Das Aufräumen der Küche hatten sie am morgen aber scheinbar auf später verschoben. Alles in allem gefiehl mir das Zimmer trotzdem sehr gut. Da habe ich dann gleich zugeschlagen und es schonmal freihalten lassen.
Die Zeit bis zum Abend verbrachte ich dann mit der Suche nach einem WLAN-Accesspoint. In einem netten Pub wurde ich nach viele Umwegen endlich fündig und konnte mal wieder mit der Außenwelt kommunizieren, meine Mails checken und meine Finanzen regeln.
Nach der beinahe schon gefällten Entscheidung hatte ich eigentlich nicht mehr so wirklich Lust auf die zweite Besichtigung des Tages. Das angebotene WG-Zimmer lag etwas außerhalb der Stadt. Bei der Adresse hätte ich eigentlich schon mißtrauisch werden sollen: "Wir haben keine Hausnummer, heisst einfach nur Snitterfield Farm an der Grays Park Road" hatte der Vermieter vorher verlauten lassen. Meine Busfahrt nach Stoke wurde dann auch schon nach der Hälfte der Fahrt unerwartet beendet: Wider meines Erwartens fuhr der Bus gar nicht wirklich bis nach Stoke, sondern nur bis zur Stoke Road. Also durfte ich noch eine knappe halbe Stunde laufen. Von der Accesspoint-Suche schon recht fertig, hätte ich beinahe per Handy abgesagt - aber dann wäre mir etwas wirklich Gutes entgangen. Die Snitterfield Farm stellte sich als ein typisch englisches Landhaus mit grob gemauerter Außenwand heraus. Die Zimmer im benachbarten WG-Haus waren zwar geräumig, aber leider nicht so wirklich mein Geschmack. Eine Überraschung erlebte ich dann aber im Landhaus selbst: Beim Übertreten der Türschwelle verließ ich innerhalb von Sekunden die englische Außenwelt der Fassade und tauchte in die Welt des indischen Vermieters ein. Die komplette Architektur im Inneren hätte aus einem Tempel abgekupfert sein können. Spitze Türbogen, bunte Wände mit orientalischen Mustern und schummriges Licht. In einem Nebenzimmer saß der graubärtige Vater des Vermieters mit dem Rest der Familie auf dicken Kissen auf dem Boden - wie dieser natürlich Stilecht mit Turban. Dazu hing der Currygeruch des Abendessens in der Luft. Wäre ich mit dem Auto in Slough und wären die zu vermietenden Zimmer im Landhaus selbst gewesen - ich glaube dann hätte ich sofort unterschrieben.
Die Zeit bis zum Abend verbrachte ich dann mit der Suche nach einem WLAN-Accesspoint. In einem netten Pub wurde ich nach viele Umwegen endlich fündig und konnte mal wieder mit der Außenwelt kommunizieren, meine Mails checken und meine Finanzen regeln.
Nach der beinahe schon gefällten Entscheidung hatte ich eigentlich nicht mehr so wirklich Lust auf die zweite Besichtigung des Tages. Das angebotene WG-Zimmer lag etwas außerhalb der Stadt. Bei der Adresse hätte ich eigentlich schon mißtrauisch werden sollen: "Wir haben keine Hausnummer, heisst einfach nur Snitterfield Farm an der Grays Park Road" hatte der Vermieter vorher verlauten lassen. Meine Busfahrt nach Stoke wurde dann auch schon nach der Hälfte der Fahrt unerwartet beendet: Wider meines Erwartens fuhr der Bus gar nicht wirklich bis nach Stoke, sondern nur bis zur Stoke Road. Also durfte ich noch eine knappe halbe Stunde laufen. Von der Accesspoint-Suche schon recht fertig, hätte ich beinahe per Handy abgesagt - aber dann wäre mir etwas wirklich Gutes entgangen. Die Snitterfield Farm stellte sich als ein typisch englisches Landhaus mit grob gemauerter Außenwand heraus. Die Zimmer im benachbarten WG-Haus waren zwar geräumig, aber leider nicht so wirklich mein Geschmack. Eine Überraschung erlebte ich dann aber im Landhaus selbst: Beim Übertreten der Türschwelle verließ ich innerhalb von Sekunden die englische Außenwelt der Fassade und tauchte in die Welt des indischen Vermieters ein. Die komplette Architektur im Inneren hätte aus einem Tempel abgekupfert sein können. Spitze Türbogen, bunte Wände mit orientalischen Mustern und schummriges Licht. In einem Nebenzimmer saß der graubärtige Vater des Vermieters mit dem Rest der Familie auf dicken Kissen auf dem Boden - wie dieser natürlich Stilecht mit Turban. Dazu hing der Currygeruch des Abendessens in der Luft. Wäre ich mit dem Auto in Slough und wären die zu vermietenden Zimmer im Landhaus selbst gewesen - ich glaube dann hätte ich sofort unterschrieben.

